Frequently Asked Questions

Hier beantworten wir Fragen von allgemeinem Interesse.

Antworten auf viele Fragen finden Sie auch in Farben und Lacke - Praxis und Ökologie (pdf-Datei, 132 kB, 16 Seiten).


Zu Mineralfarben:

Frage: Wie saniere ich bei Fassadenarbeiten auch den Sockel dauerhaft?

Antwort: Nicht nur bei historischen Bauwerken ein alltägliches Bild: aufsteigende Feuchte und darin gelöste bauschädliche Salze zermürben Putz und Anstrich im Sockelbereich, es kommt zu Abplatzungen und Ausblühungen. Allein durch Überstreichen lässt sich diese dauerfeuchte Problemzone natürlich nicht sanieren. Je nach Ausmaß und Ursache kann eine Horizontalisolierung, eine Bauwerksabdichtung und/oder das Aufbringen eines Sanierputzes notwendig sein. BEECK Mineralfarben sorgen anschließend für optimal wasserdampfdurchlässige Anstriche.


Frage: Warum verschmutzen Mineralanstriche trotz ihrer Porosität so wenig?

Antwort: Viele Beispiele aus der Praxis zeigen Fassadenanstriche auf Kunstharzbasis, die schon nach wenigen Jahren von einem schwarz-grauen Schmutzfilm belegt sind, während Silikatanstriche lange Zeit ihre tadellose Optik erhalten. Durch den offenporigen Anstrich sind mineralisch gestrichene Fassaden im Jahresdurchschnitt trockener und dadurch weniger anfällig für Schimmelbildung und Schmutzablagerungen. Auch sind Kunstharzanstriche stets mehr oder weniger thermoplastisch und binden dadurch Staub und Schmutz irreversibel durch Verklebung ein. Während Mineralfarbe und mit ihr der Schmutzanflug kontinuierlich von der Oberfläche abwittert, „altert’ ein Kunstharzfilm infolge UV-Abbau in Form von Versprödung und Rissbildung. Diese Anstrichborke verschmutzt, reißt und veralgt zunehmend, und im Sanierungsfall kann man ihr nur mit Hochdruckreinigern, Abbeizern und fungiziden Chemikalien Herr werden.


Frage: Mineralfarbe oder Naturfarbe für Wandanstriche im Innenbereich?

Antwort: Raumklimatisch sind mineralische ebenso wie pflanzliche Naturfarben geeignet. Naturharz-Wandfarben haben in der Anwendung im Wohnbereich Vorteile, ihre Verarbeitung ist auch für Laien sehr einfach und sie lassen sich praktisch universell auf jedem Untergrund im Innenbereich (Gips, Tapete, Altanstrich) einsetzen.
Mineralfarben dagegen erfordern einen gut vorbereiteten mineralischen Untergrund (Kalk-, Kalkzementputz, Natur- oder Kalksandstein, Beton) und sind prädestiniert für Räume mit hoher relativer Luftfeuchte. Verwendung bevorzugt im Objektbereich.


Frage: Ist die Vorbehandlung von Mineralputzen mit BEECK ÄTZFLÜSSIGKEIT nicht umweltgefährdend?

Antwort: Bei sachgemäßer Anwendung nicht! Durch Vormischung mit 3 bis 5 Teilen Wasser wird so eine stark verdünnte Mineralsäure auf den noch alkalischen Neuputz zur Auflösung der Sinterschichten des Putzes aufgetragen. Bereits nach wenigen Minuten ist diese einfache Neutralisationsreaktion unter Bildung wasserunlöslicher Salze vollständig abgelaufen, so dass auch beim anschließenden Abspülen des Putzes mit klarem Wasser keine Mineralsäure ins Erdreich gelangen kann.
Voraussetzung: Applikation nach Werksvorschrift.
Die Entfernung der unvermeidlichen Sinterschichten ist für echte Mineralfarben fast ein Muss, nur dann ist ja das Porensystem überhaupt für eine Verkieselung der Farbe im Putz zugänglich.


Zu AGLAIA Pflanzenfarben

Frage: Kann ich Wände, die bereits mit konventionellen Dispersionsfarben gestrichen sind, mit AGLAIA Wandfarben überstreichen?

Antwort: Für die Renovierung alter Wandanstriche auf einer festhaftenden Rauhfaser- oder Gewebetapete bieten sich AGLAIA Naturharz-Wandfarben an. Auch problematische Untergründe wie Latexfarben, abblätternde oder kreidende Altanstriche können nach entsprechender Vorarbeit wieder baubiologisch saniert werden. Empfehlungen finden sich im Leitfaden AGLAIA Wandfarben und Putze.


Frage: Welche Produkte sind bei Allergien empfehlenswert?

Antwort: Da es weder „die“ Allergie, noch ein völlig „allergieneutrales“ Produkt geben kann, sollte stets an Hand der AGLAIA Volldeklaration die stoffliche Zusammensetzung geprüft und verglichen werden. Wasserverdünnbare und lösemittelfreie Produkte, beispielsweise aus der AGLAIA AQUASOL-Serie, sind besonders schonend. Im Gegensatz zu „Blauer-Engel“-Produkten sind auch hier ausschließlich natürliche Rohstoffe enthalten und sämtliche Inhaltsstoffe sind volldeklariert. Im Zweifelsfall fragen Sie nach kostenlosen Originalmustern einzelner Produkte.


Frage: Wie dauerhaft sind Holzanstriche im Außenbereich?

Antwort: Ob ein Anstrich auf Holz dauerhaft ist, hängt viel mehr von der Qualität des Holzes und seiner Verarbeitung ab (Stichwort: baulich-konstruktiver Holzschutz) als von der Wahl des Anstrichmaterials ab. Das tatsächliche Ausmaß der Bewitterung ist entscheidend, beispielsweise lässt sich durch einen Dachüberstand die Haltbarkeit eines Holzfensters (und -anstriches) vervielfachen. Richtwerte für Wartungsintervalle sind in den technischen Merkblättern angegeben und entsprechen im Durchschnitt denen konventioneller Kunstharzprodukte.
Holz im Aussenbereich ist grundsätzlich wartungsbedürftig. Jährliche Kontrolle und frühzeitiges Überarbeiten angewitterter Teilbereiche (besonders wichtig für Wetterschenkel von Holzfenstern) erspart aufwendige Komplettsanierungen bei Missachtung notwendiger Wartungsintervalle.


Frage: Soll beziehungsweise muss man Holzfußböden wachsen oder nicht?

Antwort: Gerade die Behandlung von Fußböden ist auf vielfältige Art und Weise möglich, ersichtlich im Leitfaden Fußbodenbehandlung. Grundsätzlich muss zwischen zwei Varianten unterschieden werden, dem landläufigen „Ölen und Wachsen“ sowie dem Auftrag einer oberflächlichen, dünnen Harzölschicht, also hier dem Auftrag von AGLAIA HOLZHARTÖL. Die erste Variante besteht beispielsweise aus AGLAIA PORENFÜLLER (kein Oberflächenfilm, Überschuss wird entfernt) und AGLAIA FLÜSSIGWACHS und kontinuierlicher Pflege mit AGLAIA Flüssigwachs (siehe Pflegeanleitung für Fußböden).
Mit AGLAIA HOLZHARTÖL behandelte Holz-, Kork- oder Steinböden, müssen nicht, können aber natürlich auch mit AGLAIA FLÜSSIGWACHS behandelt werden.
Vorteil mit FLÜSSIGWACHS: höhere mechanische Beständigkeit und somit erhöhte Lebensdauer.
Nachteil: deutlich höherer Pflegeaufwand und Notwendigkeit der Entfernung des Wachses vor Ausbesserungsarbeiten, wohingegen sich beim ungewachsten HOLZHARTÖLBODEN Abnutzungsspuren partiell und übergangslos entfernen lassen.


Konnten wir auch Ihre Fragen beantworten?

Falls nicht, wenden Sie sich an unser Werk oder an unsere Verwaltung. Technische Fragen beantwortet auch gerne Ihr zuständiger BEECK-Fachberater.



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